SOS Ukraine: Nothilfe Kampagne von C41

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Am 24. Februar 2022 erklärt Russland der Ukraine den Krieg und marschiert ein.
Foto: Shutterstock

Seit den frühen Morgenstunden des 24. Februar ist die Lage in der Ukraine dramatisch eskaliert. Russland hat der Ukraine den Krieg erklärt und fliegt im ganzen Land Luftangriffe. Die russische Invasion ist in vollem Gange. Die jüdischen Bürger sind, wie auch der Rest der Bevölkerung, in Panik. Viele versuchen zu fliehen, aber die Tankstellen haben kein Benzin mehr, der Zugverkehr ist lahmgelegt, der Luftraum ist gesperrt. Die Regale in den Supermärkten sind leer.

Christen an der Seite Israels hat eine SOS-Kampagne gestartet, um jetzt besonders den Jüdinnen und Juden in der Ukraine zu helfen. Isreality unterstützt dies.

In den vergangenen Wochen hat Christen an der Seite Israels alles in ihrer Kraft Stehende getan, um sich auf eine Eskalation vorzubereiten, wie sie sie jetzt erleben.

  1. Sie haben den jüdischen Gemeinden geholfen, Notvorräte an Lebensmitteln, Medikamenten und Hygieneartikeln anzulegen. Die meisten Gemeinden sind jetzt für mindestens einen Monat mit dem Nötigsten versorgt.
  2. An einigen zentralen Orten in der Westukraine haben sie Notquartiere für Flüchtlinge vorbereitet und mit allem Nötigen wie Matratzen und Bettzeug ausgestattet.
  3. Viele Juden möchten aus der Ukraine fliehen und nach Israel gehen. Christen an der Seite Israels hilft ihnen bei der Evakuierung aus der Ukraine. Jetzt, da der Luftraum gesperrt ist, werden alternative Evakuierungsrouten auf dem Landweg über die Nachbarländer vorbereitet.
  4. Auch bei der Aufnahme in Israel können sie dank Unterstützung Nothilfe leisten.

UPDATE

Auch am Tag 5 des Krieges in der Ukraine häufen sich die russischen Angriffe; Bodentruppen sind dabei, neben der Hauptstadt Kiew die größeren Städte an der Nordgrenze mit Belarus und im Süden an der Küste einzukreisen. Die jüdischen Gemeinden stehen enorm unter Druck. Im letzten Jahr hat das Ukraine-Team von Christen an der Seite Israels gerade in der Küstenregion viel in die Beziehungen mit den jüdischen Gemeinden investiert und die Hilfeleistungen in Städten wie Odessa, Nikolajew, Cherson und Mariupol bedeutend ausgeweitet. In den vergangenen Wochen hat unser Team dort die Last-Minute-Gelegenheiten genutzt, um Spenden in Lebensmittelpakete und Medikamente umzusetzen und damit besonders den Holocaustüberlebenden und den bedürftigen Älteren zu helfen. Während Hunderttausende aus den weniger betroffenen Städten auf der Flucht sind, hängen die Bewohner der belagerten Städte und generell die Älteren in ihren Wohnungen oder Luftschutzkellern fest.

„Die Situation in Cherson ist sehr angespannt“, berichtet Christen an der Seite Israels- Mitarbeiterin Alina, die per Telefon mit den jüdischen Gemeinden Kontakt hält. „Die russischen Streitkräfte stehen an der südlichen Grenze und sind zum Teil schon in die Städte einmarschiert. In Cherson kommt im Moment niemand raus oder rein. Die öffentlichen Verkehrsmittel sind außer Betrieb; alle städtischen Busse sind für die ukrainische Armee und für die Einsatzkräfte requiriert worden, die zum Beispiel den Bewohnern der Wohnblocks Trinkwasser bringen.“

Die Anwohner seien angewiesen worden, zu Hause bzw. in der Nähe eines Schutzraums zu bleiben. Cherson mache zurzeit den Eindruck einer toten Stadt – niemand sei auf den Straßen zu sehen. Trotzdem seien die jüdischen Sozialarbeiter bemüht, ihre Schutzbefohlenen weiterhin zu versorgen – zu Fuß. Ständig seien Sirenen zu hören. Die Supermärkte seien leer, die Menschen seien auf ihre Vorräte zu Hause angewiesen.

Wie könnt ihr helfen?

BETEN

  • Betet mit uns für unser Team in der Ukraine – um Frieden, Weisheit und Kraft, in dieser Krise das Richtige zu tun.
  • Betet für die jüdischen Gemeinden in der Ukraine. Viele sind verzweifelt und wissen nicht, wohin sie sich wenden sollen.
  • Betet besonders für die Älteren und die Holocaustüberlebenden. All die Traumata aus dem Zweiten Weltkrieg kommen jetzt zurück.
  • Betet für die Jewish Agency (die israelische Einwanderungsbehörde) und die israelische Botschaft – für eine gute Koordinierung der Nothilfe und Evakuierungsmaßnahmen.
  • Danken wir unserem Himmlischen Vater, dass Ihm die Situation nicht entgleitet.

UNTERSTÜTZEN

Christen an der Seite Israels hat für diese Notsituation einen besonderen Notfallfonds eingerichtet, um den jüdischen Gemeinden in der Ukraine zu helfen – mit Lebensmitteln, Notquartieren und bei der Ausreise nach Israel. Gerade jetzt ist es wichtig, an ihrer Seite zu sein.

Wie ihr spenden könnt:

Abgesehen von der Bedrohung durch Russland geht es der Ukraine auch wirtschaftlich schlecht. Die ukrainische Währung, der Grivna, steht so schlecht wie noch nie, während die Lebensmittel- und Energiepreise fast täglich steigen. Jüdische Senioren, die bei westlichen Preisen oft mit einer jämmerlichen Rente von weit unter 100 Euro auskommen müssen, können nicht einmal ihre dringendsten Ausgaben decken. Im Winter reicht es oft nicht für die Heizkosten, dann bleibt die Wohnung kalt. Ärztliche Versorgung und Medikamente müssen auch aus eigener Tasche bezahlt werden. Da bleibt kaum etwas für das Essen übrig. Umso willkommener ist ein Lebensmittelpaket von Christen an der Seite Israels.

Ermutigung aus der Bibel

„Auf, auf, flieht aus dem Land des Nordens!, spricht der HERR; denn nach allen vier Himmelsrichtungen habe ich euch zerstreut.“ (Sacharja 2,10, Schlachter)

Am Anfang dieses Wortes steht ein ernsthafter Aufruf. Das „Land des Nordens“ ist eine Beschreibung, die wir an mehreren Stellen in der Bibel finden und die sich auf das russische Imperium bezieht. Seit der Öffnung des Eisernen Vorhangs zwischen Ost und West sind viele hunderttausend Juden aus der ehemaligen Sowjetunion nach Israel gegangen. Vielen von ihnen waren in der Ukraine beheimatet, wo sie zu Zarenzeiten auf engem Raum zusammengedrängt gelebt hatten. Jetzt gibt es keine Zeit zu verlieren. Israel ist bereit, die 200.000 ukrainischen Juden willkommen zu heißen.